Auf der Spur exzellenter Lebensmittelqualität
Unsere Herangehensweise an die Beurteilung von Lebensmittelqualität war nicht immer so klar strukturiert wie heute. Anfangs fühlte es sich an wie der Versuch, in einem dichten Nebel einen Weg zu finden—alles war irgendwie schwammig, und man wusste nicht, wo man anfangen sollte. Qualität ist schließlich kein feststehender Begriff; sie schwingt, verändert sich je nach Kontext und Ziel. Und genau hier liegt die Herausforderung. Statt uns ausschließlich auf Zahlen, Normen und Laboranalysen zu verlassen, haben wir schnell gemerkt, dass Intuition und Erfahrung ebenso wichtig sind. Man könnte sagen, es geht nicht nur um die „harten Daten“, sondern auch um das, was zwischen den Zeilen steht—wie ein erfahrener Bäcker, der den Teig nach Gefühl knetet, nicht nach einer Stoppuhr. Ein Wendepunkt war die Einführung sensorischer Tests als zentraler Bestandteil unserer Methode. Anfangs gab es viel Skepsis: „Wie soll das objektiv sein?“ Doch mit der Zeit, und nach etlichen praktischen Übungen, wurde klar, dass geschulte Sinne oft schneller auf Probleme oder Potenziale hinweisen als jede Skala. Ein besonders prägender Moment war ein Workshop, bei dem wir die Qualität von Äpfeln bewerten sollten—auf den ersten Blick eine banale Aufgabe. Doch plötzlich standen wir da, vor einer Reihe von Früchten, und mussten mehr als nur Geschmack oder Aussehen berücksichtigen: Textur, Reifegrad, sogar der Klang beim Aufschneiden spielten eine Rolle. Es war, als würde man einen neuen Sinn entwickeln. Die „Gesundheit“ unseres Ansatzes zeigt sich genau hier: Wir vereinen systematische Analysen mit dieser Art von intuitivem Erkennen, was ein ganzheitlicheres Bild liefert. Natürlich bleibt es komplex. Nicht jede Methode passt auf jedes Produkt, und manchmal widersprechen sich Ergebnisse. Aber genau das ist auch Teil des Lernprozesses. In der Praxis hat uns die Kombination von analytischem Denken und Bauchgefühl immer wieder geholfen, auch schwierige Entscheidungen zu treffen—wie bei der Frage, ob ein scheinbar makelloses Produkt tatsächlich als „optimal“ gilt oder ob eine subtile Abweichung nicht vielleicht sogar besser ist.